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Was tue ich hier eigentlich...

Wer bin ich?
Wer bin ich? Was tue ich eigentlich?

Alles spricht von KI und wie es uns hilft. Und das tut es auch. Aber irgendwie auch nicht. Ich merke seit langem, dass etwas fehlt. Denn meine Botschaft kommt nicht (genug) an.


Meine Arbeit ist so unglaublich tief, so berührend. Das meiste geschieht ungesagt, unter den Worten, zwischen den Zeilen. Meine Energie spricht zu deiner Energie.

Das kann eine KI nicht transportieren und eine Plattform wie Instagram kann damit erst recht nichts anfangen. Schnelllebig und oberflächlich. Konsumierend.


Deshalb heute ein Text, ganz aus meiner Feder. Nur ich.


Wie gerne würde ich nur wunderschöne Geburten begleiten. Geburten von starken Frauen, die wissen, was sie wollen und was nicht. Von Frauen, die von ihrer eigenen schöpferischen Gebärkraft überzeugt sind und einfach jemand an der Seite haben wollen, um diesen Prozess zu unterstützen. Nicht aus Unsicherheit oder gar Angst. Sondern um den Raum zu halten und für sie da zu sein. Es gibt keine grössere Ehre, als eine solche Geburt zu begleiten.


Ist es also ein Leistungssport? Ein Wettbewerb, wer die schönste und schmerzfreiste Geburt erleben kann? Und wer es nicht schafft, hat versagt?


Nein, bestimmt nicht. Das ist ein völlig unproduktiver Ansatz. Niemand hat jemals versagt.

Das Leben gibt uns Aufgaben, an denen wir wachsen dürfen. Manchmal ist das eine schwere Geburt.


Und doch ist eine Geburt aus eigener Kraft, das krasseste Erlebnis, das eine Frau haben kann. Nichts ist damit vergleichbar.


Gar nichts.


Und das wünschen sich viele Frauen.

Manchmal "klappt" es. Manchmal nicht.

Vieles kann man beeinflussen, wenn man weiss wie und die entsprechende Unterstützung hat.

Genau das fehlt so oft. Die Unterstützung. Und damit auch das nötige Wissen.


So viele Frauen fühlen sich nach einer schweren Geburt oder einem unerwünschten Kaiserschnitt alleingelassen, nicht verstanden, nicht gehalten. Verloren.


"Es ging halt nicht..." "mein Körper konnte nicht..." "Das Baby wollte nicht..."


oft gefolgt von: "Zum Glück war ich im Krankenhaus..."


Was ich persönlich von diesem letzten Satz halte, wissen einige von euch vielleicht schon...


"BULLSHIT!!!"

Sage ich dazu!


Bei der richtigen Vorbereitung und mit einer guten Begleitung wäre das "Problem" gar nicht erst entstanden! (bei geschätzt 95% aller ungünstig verlaufenden Geburten!)


Ja, die Vorbereitung kann alles verändern. Muss nicht, aber kann.


Wenn du dich nicht (genug) Vorbereitet hast... selbst Schuld? Nein eben nicht.


Es ist niemals die "Schuld" der gebärenden Frau.


Trotzdem ist es ihre Aufgabe. Ihre Verantwortung. Ein Ruf, sich damit zu befassen. Die Themen zu bearbeiten, die dem Ereignis zu Grunde liegen. Vorher oder nachher.

Auch hier gibt es Unterstützung, die man sich holen kann.


Ich habe den Text begonnen, mit der Frage was ich eigentlich mache.


Das tue ich.


Vor der Schwangerschaft - während der Schwangerschaft - bei der Geburt - nach der Geburt,

individuell, was du brauchst.


So oft bekomme ich Feedbacks von Frauen, die all das schon durch haben. Wo die Kinder schon da sind. Schon gross sind. "So wichtig, was du tust"

"Genau das hätte ich damals gebaucht"

"Wenn ich dich nur früher kennen gelernt hätte..."

"So jemanden wie dich braucht jede Frau bei der Geburt an ihrer Seite!"


Und doch erreiche ich nicht die Frauen, die es wirklich hören müssen. Die Frauen, die jemanden wie mich an ihrer Seite brauchen in der Schwangerschaft oder danach. Denn oft wissen sie es gar nicht. Oder erst zu spät. Im nachhinein.


Das macht mich traurig, oft zornig.

Kleines Praxisbeispiel:


Heute gerade hatte ich ein Gespräch. Der Frau wurde verboten eine zweite Begleitperson - z.B. eine Doula - ins Krankenhaus mitzunehmen. Nur eine Begleitung ist erlaubt. Partner oder Doula.


Wer kommt denn bitteschön auf so eine bescheuerte Idee? Man zwingt ja die Frauen quasi dazu, ohne eigene Unterstützung zu gebären. Ja ich weiss, der Mann ist auch noch da. Aber eben: Er ist DA. Mehr machen die meisten Männer nicht und das ist auch gut so.

Das ist genau ihre Aufgabe.


Eine Geburtsbegleiterin hat eine völlig andere Aufgabe, eine andere Unterstützung und diese wird der gebärenden Frau vorenthalten! Bewusst!!!


Noch ein Beispiel?


Ich beobachte in Bezug auf Geburt zwei Frauen - Typen. Nur zwei.

Die eine braucht Unterstützung. Die andere nicht.


Die Frau, die eigentlich keine Unterstützung braucht, gebärt entweder ganz alleine oder lässt sich bewusst begleiten, scheut sich auch nicht davor dafür Geld auszugeben, denn sie erkennt die Bedeutung der Geburt und den Wert einer Begleitung.


Die Frau, die unsicher ist, braucht dringend Unterstützung. Sie geht deshalb ins Krankenhaus. Aber genau da bekommt sie diese NICHT. Denn die Art Begleitung und Unterstützung die eine solche Frau braucht, kann ein Krankenhaus nicht bieten.

Ein Fehler im System.


Wer es nicht braucht, hat zugriff darauf. Wer es dringend braucht, bekommt es nicht.


Auch das stimmt mich wütend und traurig. Wie lange soll das so noch weiter gehen? Wie können wir den Fehler aufdecken? Den Kreislauf durchbrechen?


Wie gerne würde ich jeder Frau, die schwanger wird, eine solche Begleitung direkt von Anfang an an die Seite stellen. Eigentlich schon jedem Mädchen, das heranwachst.


Es braucht noch so viel Aufklärung. So viel Heilung all unserer alten Geschichten. So viele Geburten enden in Traurigkeit wegen diesen Geschichten.


Meine Arbeit ist so unendlich wichtig, daran glaube ich fest. Und ich mache weiter.


Solange es Frauen gibt, die sich von Herzen eine natürliche Geburt wünschen und dann vom System einfach im Stich gelassen werden, bin ich hier für euch.


Für dich.

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© 2024 Anna Salomé Witzler

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